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Jugendaustausch Giessen – Buscha (Ukraine)

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Federleicht düste unser Flugzeug durch die Wolken in Richtung der östlichen Europa nach Ukraine. Wir, die Jugendgruppe „JUNOST“ aus Deutschland, strebten nach einem unbekannten und atemberaubenden Abenteuer namens „Das Eindringen des Modells der nachhaltigen Entwicklung in den ländlichen Regionen am Beispiel vom Dorf Buscha“.

Bei der Ankunft in Kiev haben wir die Gruppe „Jugendheim“ aus Russland getroffen, die wir im vorigen Jahr besucht haben. „Harnyj hlopec“ (1) Saschko zeigte uns Kiev in seiner ganzen Pracht. Gemeinsam erforschten wir alle Eckchen und Wanderwege der Hauptstadt, staunten über die Pracht und Größe der Kiever Sehenswürdigkeiten und haben unsere Bäuche mit den Leckerbissen der ukrainischen Küche in „Puzata Hata“ (2) voll gestopft.

Schon am nächsten morgen raste unser Zug nach Vinnitsa, wo auf uns schon die ganze Mannschaft der ukrainischen Jugendorganisation „Nasche Podilja“ gewartet haben. Voll versorgt mit allem Notwendigen folgte unsere Mannschaft in eine kaum bemerkbare Ecke der Welt – in das Dorf Buscha. Das Dorf, wie altmodisch es klingeln mag, stellte sich als ein echtes Juwel des ganzen Vennitsas Gebietes heraus. Wir wurden im privaten Anwesen des heimischen Bewohners Jura untergebracht. Dort haben wir alles vorgefunden, was sich ein Stadtbewohner nur träumen konnte: ein Garten mit knackigen Äpfeln und saftigen Trauben, eine Sommerdusche – für Extremsportliebhaber, ein Platz für Zelte und Schlafsäcke.

Gleich am ersten Tag versammelten wir uns in einer Kennenlernrunde, führten Spiele zur Teambildung und Auffassungsgabe, fertigten einen gezielten Plan unseres weiteren Aufenthaltes in Buscha.

Um besser das Dorf kennen zu lernen und die Situation im Ganzen zu erkennen, wurde für uns eine kleine Exkursion durch die Sehenswürdigkeiten des Ortes veranstaltet. Wir konnten das Alte Rathaus mit goldenen Kuppeln, die Überreste einer Burg mit deren Unterführungen, vorchristlichen und christlichen Felsentempel des V.-ХVІ. Jahrhunderts mit einzigartigen Kunstreliefen, ein Bach mit Crystalklaren Grundwasser, sowie archäologischen und ethnografischen Museen bewundern. Außerdem ist das Dorf Buscha für seine historischen Steinskulpturen bekannt. Man findet sie an jeder Ecke. Sie überraschen mit deren Einzigartigkeit und Schönheit und schaffen eine märchenhafte Atmosphäre.

Inspiriert von den Schönheiten des Ortes haben wir angesehen, dass das Dorf in touristischer Hinsicht entwickelt werden soll. Diese Feststellung wurde auch durch die Möglichkeit verstärkt unterschiedliche Sportarten, wie Wandern, Radfahren, Felsklettern und weiteres zu treiben. Als Folge der Diskussionen und Erarbeitung der unterschiedlichen Strategien schafften wir konkrete Entscheidungen und Vorschläge in die Realität umzusetzen. Mit großem Eifer haben wir mehr als 100 Hinweisschilder aufgehängt, einen Plan mit weiteren Handlungsverlauf zusammengestellt und sogar einen Videoclip gedreht, in dem wir die ganzen Anreize und Pracht des Dorfes Buscha gezeigt haben.

Nicht weniger spannend haben wir die Abende verbracht, die jede Gruppe organisiert hat. Wir hatten die Möglichkeit gehabt näher die russische und ukrainische Kulturen kennen zu lernen und wiederum über das Leben der Russlanddeutschen in Deutschland zu erzählen.

Leider sind 6 Tage des Programms schnell zu Ende gegangen und nach dem wir Pläne für das Jahr 2013 geschmiedet haben, packten wir unsere Sachen um nach Hause zu fahren.

Mit dem Gefühl des angenehmen Nachgeschmacks der wunderbaren Reise und inspiriert für die Erreichung neuer Ziele und des Strebens nach neuen Gipfeln brachte uns der Flugzeug weiter und weiter…

1. Ukrainisch für „Schöner, junger Mann“

2. Ukrainisch für „Dickes Haus“

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